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Health & Nutrition

#015 Mogelpackung

hungeraufneues 29. Juni 2020 92


Background
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#015 Mogelpackung
Podcast: hungeraufneues

 
 
00:00 / 41:41
 
1X
 
#015 Mogelpackung

Für die Folge #015 waren wir einkaufen und haben folgende Produkte für euch unter die Lupe genommen.

  • Müsli
  • Tomatensoße
  • Brot
  • Fruchtsaftgetränke
  • Fruchtjoghurt

Auf der Suche nach Lebensmitteln ohne Zusatzstoffe, wollen wir die Tricks der Lebensmittelindustrie aufzeigen und haben uns die Zutatenlisten genauer angeschaut.

Kriegen wir immer, was die Verpackung verspricht? Oder sind falsche Versprechungen auf den Verpackungen? Lassen uns Siegel und vermeintliche Gesundheitsversprechen auf der Verpackung diese Produkte eher kaufen?

Wir beiden Wiebkes, also Wiebke Reimers und Dr. Wiebke Elsner, sind Müsli-Esser und unsere Tour durch den Supermarkt hat im schier endlosen Regal mit Müsli und Cerealien begonnen.

Hier müssen wir ganz klar unterscheiden in Müsli und Cerealien. Also echtes Müsli auf Basis von ganzen Getreideflocken, reich an Nähr- und Ballaststoffen und auf „gesund gemachte“ Süßigkeiten. Alles, was so in großen bunten rechteckigen Kartons im Regal steht, sind Süßigkeiten und hat nicht mit Frühstück zu tun. Auch wenn da fett drauf gedruckt steht, dass diese Crunchys, Popps etc. Vitamine enthalten. Die sind zwar zugesetzt, aber Süßigkeiten mit Vitaminen versetzt bleiben Süßigkeiten und sind kein Frühstück.

Stellvertretend für all diese bunten Kartons, haben wir euch hier eine Zutatenliste mitgebracht, die speziell für Kinder vermarktet wird. Abgesehen davon, dass diese Produkt nur „knusprige Getreidekost“ genannt werden darf, sind nur 3 Sorten Mehl (Reis, Hafer, Mais) drin, zwei verschiedene Zuckersorten und natürliche Aromen, die in diesem Fall vermutlich aus Schimmelpilzen stammen und damit als natürliche Aromen deklariert werden dürfen. Um mit Nährstoffen wie „Mineralien“ werben zu dürfen, werden dann noch künstlich hergestellte Mikronährstoffe hinzugefügt.

Leider sehen fast alle Produkte in diesem Regal so oder so ähnlich aus.

Wir machen uns weiter in Richtung „echtes Müsli“, wo man meist schon die Getreideflocken sehen kann. Da sehen die Zusammensetzungen schon viel besser aus, aber auch hier ist Vorsicht geboten. Häufig sind die Mischungen mit Palmfett, Reisextrudat (im Extruder gepufft – für mehr Fülle) oder  Emulgatoren versehen, also auch nicht alles ganz natürlich.

Achtung Zuckerverarsche: Maissirup, Oligo-Fruktose, Gerstenmalzextrakt, Glukoesirup, Karamellsirup, Maltordextrin, Süßmolkenpulver, Fruktose!

Das sind alles unterschiedliche Zuckervarianten, die im Müsli zu finden sind. Häufig in Kombination eingesetzt, damit Zucker nicht ganz vorne in der Zutatenliste steht.

Unser Tipp: Die Getreideflocken einzeln kaufen (Vollkornhaferflocken, Roggen, Weizen, Gerste), dann Nüsse (auch gemahlen) und ggf. Trockenobst dazu mischen. Fertig. Günstiger und viel viel viel gesünder und natürlicher. Ggf. noch würzen mit Zimt. Müsli kann man auch selber backen. Zum Süßen gibt’s Honig oder Agavendickaft.

Auf geht´s zum Kühlregal. Hier warten etliche Joghurt-Sorten auf uns.

Wir haben hier eine ganze Reihe von Fruchtjoghurt-Sorten. Eigentlich alle in Plastikbechern und mit Aludeckel. Ein paar Anbieter haben ihren Joghurt ins Glas gefüllt.

Auffällig: bei fast allen gängigen Sorten steht „Erdbeerzubereitung“ oder „Fruchtzubereitung“. Diese enthält immer Fruktosesirup und modifizierte Stärke. Beides absolute No-Gos in unserem Essen. Neben färbenden Lebensmitteln (bei roten Früchten meistens Rote-Beete-Konzentrat), sind dann immer auch natürliche Aromen (aus Schimmelpilzen oder Sägespäne), Süßungsmittel und Säureregulator drin. Das hat nichts mit einem Joghurt mit Früchten zu tun. Auch bei Soja-Joghurt sind häufig Säureregulatoren drin.

Unser Tipp: am besten wirklich Naturjoghurt kaufen und Früchte reinschneiden.  

Selbst in einem Bioland Joghurt im Glas ist Himbeersaft und Rote Beete aus Konzentrat und Maisstärke enthalten. Gleiches gilt auch für den demeter Fruchtjoghurt. Da ist zwar wirklich nur Frucht in Form von Püree drin, aber es wird native Maisstärke (= Zucker und Geliermittel) hinzugefügt.

Siegel „ohne Gen-Technik“. Was suggeriert das kleine grüne Siegel? Dass die Kühe ohne Gentechnik sind? Das Futter der Kühe ohne Gentechnik ist? Gar keine Gen-Technik verwendet wird?

Bei Milch ist es so, dass die Kühe mindestens 3 Monate ohne gentechnisch veränderten Futter gefüttert werden muss, dann darf das Siegel verwendet werden. Also das Siegel sagt nur, dass die Kühe mindestens in den letzten 3 Monaten kein Gentechnik-Futter erhalten haben.

Bei pflanzlichen Produkten ist es übrigens strenger geregelt. Die dürfen gar nicht gentechnisch verändert sein. Hier ist es so streng, weil man zum Beispiel bei Mäusen, die mit gentechnisch veränderten Mais gefüttert worden sind, herausgefunden hat, dass sich dies negativ auf das Immunsystem und die Fruchtbarkeit auswirkt. Wie umgeht man die Gentechnik-Thematik? Ganz einfach: Bioprodukte kaufen

Weiter geht´s in Richtung Nudeln und Co und da finden wir eine große Auswahl an Tometensoßen.

Tomatensoßen

Tomatensoße ist eigentlich eine großartige Erfindung, wenn sie nicht aus der Konservendose kommt und keine lästigen Zusatzstoffe enthält.

Fast alle Konservendosen enthalten Bisphenol A, abgekürzt BPA, um diese vor Rost zu schützen. Leider bleibt dieser Stoffe nicht in der Dose, sondern überträgt sich auf die darin enthaltenden Lebensmittel. Diese Chemikalie steht unter hohem Verdacht Krebserkrankungen zu begünstigen, den Blutdruck und den Hormonaushalt negativ beeinflussen.

Unser Tipp: Greift lieber zum Glas!

Hier gilt generell: haltet Ausschau nach Bio-Produkte. Da werdet ihr eher fündig, wenn ihr auf Zusätze verzichten wollt.

Sonst sind leider häufig Zucker, Säureregulatoren (Citronsäure), modifizierte Stärke und Verdickungsmittel drin. Das ist nicht nötig, wie einige Hersteller beweisen.

Brot

Bei Brot gilt unbedingt Augen auf, denn ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich!

Es gibt abgepacktes Brot, dass nur aus Mehl, Hefe und einer Prise Salz besteht, aber da muss man schon etwas Suchen. Auf fast allen Verpackungen haben wir Karamellsirup und andere Zuckerbomben gefunden. Karamellsirup wird beim backen besonders gern genommen, weil es eine schöne gesundwirkende Farbe entwickelt.

Zuckeralarm: Zuckerrübensirup, Zucker, Karamellsirup

Unser Fazit: umso großartiger der Name des Brots, desto mehr Unfug ist drin.

Guckt auch hier bei den Bio-Angeboten. Hier findet ihr Brote, die wirklich nur aus Natur-Roggensauerteig, Dinkelvollkornmehl, Wasser, Roggenvollkornmehl und etwas Salz bestehen.

Die sind im Schnitt auf den ersten Blick etwas teurer, aber machen viel besser satt, sorgen für eine viel bessere Verdauung und liefern viel mehr Nährstoffe. Aber auch beim Discounter haben wir ein abgepacktes Brot von einer bekannten Firma gefunden, dass ohne Schnickschnack auskommt.

Fruchtsaftgetränke

Das Wort an sich ist schon „geil“ und lässt einiges ahnen.

Wir haben hier diverse Säfte und wellness-Getränke unter die Lupe genommen.

Hier wird viel Unfug mit Zucker und Süßungsmitteln betrieben. Vor allem bei Produkten für Kindern gilt Augen auf.

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