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Health & Nutrition

#019 TabooFood

hungeraufneues 24. August 2020 99


Background
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#019 TabooFood
Podcast: hungeraufneues

 
 
00:00 / 30:01
 
1X
 
#019 TabooFood

Wir wollen euch mal Hunger auf Außergewöhnliches machen. In dieser Folge nehmen wir euch mit auf eine Reise und erkunden, was so alles auf der Welt gegessen werden kann und warum das ein oder andere Gericht nicht auf unseren Tellern zu finden ist.

Insekten als kleine Protein-Snacks halten Einzug in unsere Supermärkte und die standen bei uns ja auch schon mal zur Debatte, als wir uns über FoodTrends 2020 unterhalten haben. Für den europäischen Gaumen ist das Neu und bedarf zunächst etwas Überwindung die kleinen knackigen Freunde zu probieren. Aber was wird sonst noch alles auf der Welt verzehrt? Und wo kommt eigentlich unser Geschmack her?

Was würdest du nie nie niemals essen?

In der Ernährungssoziologie unterscheidet wir zwischen TABU, VERBOT und MEIDUNG

Es gibt unterschiedliche Gründe, warum wir etwas essen und warum nicht.

  • Religion
  • Artenschutz und gesetzliche Verbote
  • Kultur
  • Unverträglichkeit

Was wir ganz interessant finden: Es gibt kein Nahrungstabu, was universelle Gültigkeit hat. Es herrscht also weltweit keine Einigkeit darüber, dass etwas was physiologisch essbar ist, nicht gegessen werden darf – aus welchem Grund auch immer.

Schmeckt uns das, wozu wir eh sozial verdammt sind? Was haben Essen und Moral gemein?

Wir essen nicht alles, wovon wir uns ernähren könnten. Wir wählen aus, welche Pflanzen, Früchte, Samen, Nüsse und Tiere wir als essbar bewerten. Ob wir etwas für essbar halten – außer bei Unverdaulichkeit oder wenn etwas giftig ist – entscheiden wir anhand kultureller Kriterien. Speisen, die die geschmacklichen und/oder moralischen Grenzen überschreiten gelten als nicht-essbar!

Wir haben Regeln entwickelt, wie aus Lebensmitteln Speisen zubereitet werden können. Bei manchen Lebensmitteln, ist die Zubereitung notwendig, wie zum Beispiel das Kochen von Kartoffeln oder Bohnen. Die Vielfalt bei den Zubereitungsmöglichkeiten sind echte soziokulturelle Phänomene.

Eine Mahlzeit ist aber auch gleichzeitig eine soziale Situation des Essens. Schon immer haben wir Menschen uns in Gruppen, Teams oder Familien zusammengetan um gemeinsam zu essen. Dabei geht es um Gemeinschaftlichkeit und Zugehörigkeit.

Nun lass uns mal an die Grenzen gehen!

Wo ist deine „Schmerzgrenzen“?

  1. Geschmack Grenze
  2. Moralische Grenze

Aus physiologischer Sicht ist alles essbar, was nicht giftig oder unverträglich ist. ABER ob etwas in unserem Mund landet, hängt entweder vom vermuteten Geschmack ab oder ob unsere Moralvorstellung damit fein ist.

Bei der Geschmacksgrenze kommt sofort ein Würgereiz, der uns signalisiert: nein! Bei der moralischen Grenze ist es ein Bauchgefühl, wie Mitleid, mit einem Welpen oder Meerschweinchen.

Prof. Eva Barlösius hat für beide Grenzen sehr gute Beispiele:

  1. Exaltiertes Schwein: Eine rohe Salami wird mit heißem Espresso übergossen und mit viel Eau de Cologne abgerundet.
  2. Knusprig gebratener Hund: Welpenfleisch scharf anbraten, dann in Öl frittieren und mit chinesischen Gemüse, Ingwer und Knoblauch servieren.

Wenn der Welpe durch Hühnchen oder Tofu ersetzt werden würde, dann wäre es in Europa ein ganz normales Gericht.

Beispiele: *

Wiebke und Wiebke wünschen euch guten Appetit!

*Bildquellen: Alle Bilder sind von öffentlichen instragram Accounts mit Herkunftsnachweis (Name des Accounts)

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